10 Pärchen Fragen für eine erfolgreiche Beziehung

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Stellen wir uns mal vor, dass jemand um die Ecke kommen würde und wie aus dem Nichts ein Patentrezept verkaufen würde, mit dem jede einzelne Beziehung zum Erfolg, bzw. zum jahrelangen Fortbestand führt.

Wer auch immer mit dieser Idee um die Ecke kommen würde, würde sicherlich auf viele offene Ohren stoßen, gerade bei den Pärchen, die ihre Beziehung entweder aufbessern möchten oder wirklich Hilfestellungen bei einigen Dingen benötigen. Die Wahrheit ist allerdings, dass es kein Patentrezept gibt.

Jede Beziehung ist anders und die Menschen, die sie führen, sind noch viel verschiedener, was jede Partnerschaft noch einmal umso einzigartiger macht. Auch wenn sich viele Dinge sicherlich mit anderen Partnerschaften überlappen, so würde man auf der ganzen Welt niemals zwei komplett identische Beziehungen vorfinden. Zumal schon deshalb, weil jeder eine andere Vorstellung darüber hat, was eine ‘perfekte Beziehung‘ eigentlich ist. Was wir aber alle gemeinsam haben, die in einer Beziehung sind, ist, dass wir unseren Partner lieben.

Seinetwegen wünschen wir uns überhaupt eine Art Patentrezept, denn wir wollen so lange wie nur möglich mit ihm zusammenbleiben. Und allein diese Tatsache, plus unsere eigenen Gefühle unserem Lieblingsmenschen gegenüber, sind bereits genug, um an der eigenen Beziehung zu arbeiten.

Wir haben hier für eich 10 Pärchen Fragen, die sich auf eure Beziehung zueinander, auf eure gegenseitigen Gefühle und auf eurem gegenseitigen Wunsch des Zusammenlebens beziehen.

Jeder, der glücklich sein möchte und auch wünscht, dass sein Partner glücklich ist, wird mit diesen 10 Pärchen Fragen, die ihr gemeinsam als Paar beantworten solltet, nicht nur ein paar nützliche Tipps bekommen, sondern auch schnell feststellen, wo eventuell noch einige Baustellen offen sind und wo ihr in eurer Beziehung bereits auf dem besten Wege zur erfolgreichen Beziehung seid.

Pärchen Frage Nr. 1: Wie oft zeigen wir noch Zuneigung füreinander und nehmen uns auch die Zeit für uns, als Paar?

Von kleinen Geschenken, wie dem Mitbringen von Blumen, über die Zubereitung der Leibspeise, bis hin zum Date/Wochenendausflug, ist hier alles dabei. Dem Gegenüber zu zeigen, dass man ihm mag oder ihn unterstützt, gerade wenn es demjenigen schlecht geht, ist unfassbar wichtig, um die Beziehung auch während des trostlosen Alltags zu pflegen. Vernachlässigt daher niemals euch als Paar, denn auf dem Rücken eurer Beziehung, basiert euer ganzes Zusammenleben. Vergesst nicht, dass auch eure eigene Kommunikation miteinander, die euer wichtiges Werkzeug ist, sämtliche Differenzen zu überwinden, genauso wichtig ist, damit ihr zwei euch näher kommt und mehr übereinander lernt. Nicht miteinander zu reden und sich nicht für den anderen zu interessieren, ist fast genauso schlimm, wenn nicht sogar schlimmer, als wenn ihr keine Zeit mehr allein mit eurem Partner verbringt.

Pärchen Frage Nr. 2: Wie oft haben wir auch mal Freiraum oder geben unserem Partner Freiraum?

Egal, wie sehr man sich auch liebt, 24/7, 365 Tage im Jahr aufeinanderzuhocken ist für niemanden gesund. Daher ist es sogar wichtig für die Beziehung, auch mal was mit anderen Menschen oder nebeneinander her und nicht immer miteinander zu unternehmen. Dies ist nicht nur wichtig, damit man selbst als Individuum nicht untergeht und seine Hobbys/Interessen ausleben kann, sondern auch, damit man lernt den anderen auch mal wieder zu vermissen. Mal ein getrenntes Wochenende zu verbringen, kann wahre Wunder vollführen, wenn die letzten Tage von Streitereien, Alltagsstress oder Selbstverständlichkeit geprägt waren.

Pärchen Frage Nr. 3: Schenke ich meinem Partner genügend Akzeptanz im Alltag?

Wir alle kennen es, wenn wir mit unserem Partner, gerade bei wichtigen Thematiken, aneinandergeraten. Jeder ist verschieden und selbst die friedvollen Pärchen haben ihre Differenzen, egal ob diese sich nun im Charakter oder der Denkweise wiederfinden. Doch wenn unsere Differenzen aneinandergeraten, kann es manchmal schon ziemlich hitzig zugehen. Wichtig ist es dann einen kühlen Kopf zu bewahren und obwohl wir unseren Partner nicht verstehen oder unsere Ansicht als besser/logischer empfinden, die unseres Partners nicht zu beleidigen oder abwertend zu behandeln. Akzeptanz ist hier die Vorgehensweise. Selbst wenn wir zu keiner Einigung/Kompromiss kommen, ist das Mindeste, was wir unserem Lieblingsmenschen schenken können, dass wir ihn, mitsamt seiner Ansicht, so nehmen, wie er ist. Und das gilt nicht nur für Streitsituationen, sondern auch für den Alltag allgemein, z. B. wenn es darum geht zu unserem Partner zu stehen und diesen zu unterstützen. Eine Denkweise, die gerade bei Kompromisssituationen, wo wir gelegentlich auch mal einstecken müssen, wenn unserem Partner etwas absolut wichtig ist, mehr als nur hilfreich ist, die für uns richtige Herangehensweise zu wählen.

Pärchen Frage Nr. 4: Stimmen unsere Hauptziele miteinander überein?

Nicht jedes unserer individuellen Ziele muss von der gemeinsamen Partnerschaft getragen werden. Es ist sogar empfehlenswert, auch alleinige Ziele zu verfolgen, da wir uns selbst schließlich auch nicht vernachlässigen dürfen. Dennoch benötigt jedes Paar auch gemeinsame Ziele. Sie sollen ein Ansporn sein und schweißen einen als Paar noch mehr zusammen. Es ist daher essenziell diese so früh wie möglich miteinander zu besprechen, da einige eventuell entstehende Differenzen, nicht überwindbar sind, egal, wie lange man auch zusammen ist oder wie sehr man sich auch liebt (z. B. wenn ein Partner Kinder will und der andere nicht).

Pärchen Frage Nr. 5: Leben wir von unserer Beziehung oder haben wir auch noch ein eigenes Leben?

So wichtig das Erhalten unserer Beziehung auch ist, so kann es manchmal passieren, gerade in schwierigen Zeiten, dass wir uns zu sehr auf unsere Partnerschaft stützen. Natürlich ist ein Partner auch dafür da uns durchs Leben zu begleiten, aber wir sollten uns weder von ihm durchs gesamte Leben tragen lassen, noch sollte die Beziehung unser einziger Mittelpunkt des Lebens werden. Wir als Individuum sind auch noch da. Das, was wir sind, ist Teil dessen, was unsere Partnerschaft ausmacht. Solch eine Verhaltensweise kann auf lange Sicht nicht nur unsere Beziehung zerstören, sondern uns als selbstständiges Individuum psychisch schädigen.

Pärchen Frage Nr. 6: Was denken unsere Familie und Freunde eigentlich über uns?

Auch wenn wir uns sicherlich alle darüber einig sind, dass man nicht allzu viel auf die Meinung anderer geben sollte, so sind unsere Familienmitglieder und beste Freunde immer noch Personen, die nur schwer aus unserem Leben wegzudenken sind. Sie werden immer da sein und kennen uns am allerbesten. Daher kann es nicht schaden, mal Freunde und Familie zu fragen, was sie eigentlich von uns als Paar oder unserem Partner halten. Denn oft genug passiert es, dass wir die offensichtlichsten Dinge übersehen, nur, weil wir nicht den genügenden Abstand zu ihnen haben. Gerade wenn unsere Familienmitglieder/Freunde ein Problem mit unserem Partner haben, kann dies bereits ein Indiz dafür sein, dass wir eventuell die falsche Wahl getroffen haben. Natürlich nur insofern keinerlei andere Hintergründe, seitens der Familien- und Freundeskultur im Geheimen ihr Urteilsvermögen negativ beeinflussen. Auch in puncto Ratschläge um die Beziehung, gerade wenn die um Rat gefragten Leute beide Partner kennen, sind Familie und Freunde so manches Mal unverzichtbar, um uns den Perspektivwechsel zu geben, den wir gebraucht haben. Am Ende liegt es an uns, was wir von äußeren Parteien annehmen und was nicht, dennoch lässt sich nicht verneinen, dass die Wichtigkeit der Worte derer die wir lieben, einen massiven Einfluss auf unsere Beziehung haben können. Und das oft, zum Glück, in einem positiven Sinne.

Pärchen Frage Nr. 7: Streiten/Diskutieren wir eigentlich respektvoll miteinander?

Sich zu streiten oder Differenzen zu klären ist schon unangenehm genug, man sollte es also nicht noch schlimmer machen, indem man die Gefühle des anderen nicht ernst nimmt, den Partner auslacht, ihn nicht für voll nimmt oder den besagten Lieblingsmenschen nicht einmal ausreden lässt, geschweige denn ihn absichtlich beleidigt. Auch bei Streitereien sollte so etwas wie Respekt und Etikette herrschen, weshalb Dinge wie einen Schuldigen zu benennen, ‘Du-Botschaften’ zu benutzen (‘Du bist schuld‘ oder ‘Du hast mir wehgetan‘) oder persönlich zu werden, definitiv nicht in einen Streit gehören. Stattdessen sollte man lieber Empathie für den anderen zeigen, sachlich bleiben (egal, wie hitzig die Diskussion auch wird), Dinge nachfragen (anstatt sie sich selbst in Rage zusammenzureimen) und trotz aller Differenzen Akzeptanz für das zeigen, was unser Gegenüber sagt. Wertend zu werden und dem anderen seine eigene zusammengereimte Absicht anzuhängen, macht alles nämlich nur noch schlimmer. Hakt also immer nach, wenn euer Partner etwas zu euch gesagt hat, dass euch verletzt hat (es muss nämlich nicht einmal so gemeint gewesen sein) und wenn es mal zu persönlich im Streit zugehen sollte, reicht auch bereits ein kleiner Spaziergang oder eine fünfminütige räumliche Trennung, damit ihr beide wieder klar denken könnt und den Streit vernünftiger und sinnreicher fortführen könnt. Denkt stets dran, dass ihr ohne Kommunikation, gerade bei Differenzen, komplett aufgeschmissen seid in eurer Beziehung. Nutzt diese also auch so gut ihr könnt, um gleichermaßen für gute Laune zu sorgen und Missverständnisse aufzuklären/vorzubeugen.

Pärchen Frage Nr. 8: Ist unsere geregelte Arbeitsaufteilung eigentlich fair?

Damit ist nicht nur die im Haushalt gemeint, sondern einfach alles, was ihr im Leben zusammen regeln müsst: Kinder, Geldverdienen, alltägliche Besorgungen, etc. Zumal diese Dinge nicht immer einfach nur mit dem typischen 50/50-Prinzip gelöst werden können, sondern eine weitaus angepasstere Technik benötigen. Nicht jede zu regelnde Aufgabe muss gerecht geteilt werden, man kann auch einzelne übernehmen, wenn man besonders gut in diesen ist. Das kann den Partner entlasten und einen selbst auch. Die Person, die weniger Einkommen bezieht, muss dieses auch nicht immer in den gleich großen Teilen abgeben, wie die Person, die mehr einnimmt. Auch muss die Person, die öfter zu Hause ist, nicht gleich immer sämtliche Hausarbeiten übernehmen oder die alleinige Kindererziehung übernehmen. Gebt auch mal Teilaufgaben der zu erledigenden Dinge ab (einer macht die Hausarbeit, dafür putzt der andere Partner oder einer kümmert sich in der Woche um die Kinder, dafür übernimmt der andere den kommenden Samstag die Kinder allein). Es gibt Tausende von Beispielen, wie ihr eure Art von ‘Fairness‘ in eurer Beziehung löst. Besprecht diese und macht eure eigenen, auf euch zugeschnittenen Regeln, bei denen keiner komplett benachteiligt wird. Auch sollte erwähnt sein, dass ihr die beschlossenen Regeln jederzeit wieder neu anpassen könnt, falls es Verbesserungsvorschläge gibt und natürlich könnt ihr die gemachten Pläne/Aufgaben auch mal untereinander tauschen, schließlich ist nichts in Stein gemeißelt. Vergesst und unterschätzt aber unter gar keinen Fall folgende Sache: Gedankliche Arbeit (Organisation/Planung) ist auch Arbeit!

Pärchen Frage Nr. 9: Wie gut läuft eigentlich unser Sexleben?

Etwas was viele Paare unterschätzen ist die Tatsache, was für einen großen Einfluss das Sexleben auf das allgemeine Miteinander hat. Die Wahrheit ist, dass es eine Menge ist. Abgesehen davon, dass Sex gesund ist und eine Beziehung langlebiger macht, sorgt er auch für gute Laune und für genau die Art von Intimität und Bestätigung, die in einer Partnerschaft Teil unseres Grundgerüstes ist. Wenn dieser Teil wegbricht, entsteht ein massives Loch, dass mit kaum etwas anderem gefüllt werden kann und auch ein Hang zu schlechterer Laune und Streitereien kann sich einschleichen, da Sex, neben all den eben genannten Dingen, ein wichtiges Ventil sein kann. Sorgt also immer für genug Feuer um Schlafzimmer. Beschäftigt euch mit eurem eigenen Sexualbedürfnis und Wünschen, probiert neue Dinge aus, holt euch erfrischende Ideen aus dem Internet und bildet euch in den Themenbereichen weiter, die euch interessiert. Und vergesst bei all dem auch nicht das alltägliche Geflirte, was absolut unabdinglich ist, wenn es darum geht, eurer Beziehung auch weiterhin diesen heißen antreibenden Funken zu verleihen, so wie eurem Partner eure immer noch brennende Lust auf seinen Körper zu demonstrieren. Flirten = Bestätigung. Und das Allerwichtigste zuletzt: Redet miteinander über eure Wünsche/Kinks. Nur wenn ihr miteinander über eure Vorstellung/Wünsche/Grenzen sprecht, können diese auch wahrgenommen werden. Niemand kann, die Gedanken des anderen lesen. Auch euer Lieblingsmensch nicht. Egal, wie sehr ihr euch auch liebt. Also erwartet das auch nicht. Weder beim Sex noch allgemein.

Pärchen Frage Nr. 10: Wie gehen wir mit den für uns negativen Charaktereigenschaften des Gegenübers um?

Ein definitives Streitthema für jede Beziehung. Jeder hat gute, so wie auch negative Charaktereigenschaften, das ist halt ein Teil des Menschseins. Niemand ist perfekt. Allerdings passiert es da nicht selten, dass gerade der Mensch, mit dem wir am meisten Zeit verbringen, sich an diesen stört. Den perfekten Umgang mit diesem Thema gibt es leider nicht, da auch hier Akzeptanz wieder die Hauptwichtigkeit ist. Dennoch ist es auch nicht verkehrt, diese, gerade wenn die besagte negative Eigenschaft unserem Gegenüber versehentlich verletzt, Mehrarbeit verursacht oder unser gemeinsames Zusammenleben erschwert, zu optimieren. Allerdings ist, nur weil unser Partner ein Problem mit einem unserer Eigenschaften hat, dies nun kein alleiniges Soloprojekt unsererseits. Neben absolut unrealistischen Erwartungen (z. B. dass sich alles jetzt sofort zum Besseren verändern muss), sollte der Partner, der seine Bedenken geäußert hat, Hilfestellungen anbieten, Tipps geben und Empathie aufzeigen, wenn nicht alles gleich beim ersten Mal klappt. Man merke: Auf Biegen und Brechen und mit Druck verändert man sich eher ungern, mit Verständnis und Liebe, so wie auch Empathie, allerdings schon.

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