Geldsorgen in der Beziehung – ein Beziehungskiller

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Sobald zwei Menschen eine Beziehung eingehen, vor allem wenn man zusammenziehen will, sind Diskussionen in der Sparte Geld vorprogrammiert. Geldsorgen in der Beziehung zählen nicht umsonst zum Beziehungskiller Nummer 1.

Denn spätestens, wenn man zusammen ziehen will, muss der Aspekt mit dem Geld definitiv genau unter die Lupe genommen und die Finanzen auf beiden Seiten offen gelegt werden. Und genau dort kann es zu solch gravierenden Unterschieden in Verdienst und Denkweisen kommen, dass diese Thematik auch zukünftig ein Problem für die Beziehung werden könnte. Nur allzu häufig kommen es zu einer Trennung wegen dem Thema Geld. Denn Geld hat nicht für jeden Menschen dieselbe Bedeutung bzw. denselben Wert.

Während einige Menschen sicherlich kein Problem haben, mehr Geld in die Beziehung zu stecken, weil sie das größere Gehalt von beiden Parteien besitzen, pochen viele auf das Fairnessprinzip von jeder zahlt die Hälfte, was meist auch genau der Schwerpunkt ist, der Streits in diesem Bereich ausbrechen lässt.

Und die Vorstellung fair Geld auszugeben auch für den Partner oder die gemeinsame Familie, sieht bei jedem eben komplett anders aus.

Was genau bedeutet Geld für Dich?

Abhängig davon, wie wir aufgewachsen sind, welche Erziehung wir genossen haben oder welche Erfahrungen wir in dem Bereich sammeln konnten, kann Geld für eine Person kein großes Thema sein und für eine andere ein solch großer Faktor, dass sogar der Alltag stark beeinflusst wird.

5 einzigartige Persona Beispiele, wie unsere Erziehung und unsere Denkweise über das Thema Geld uns selbst und auch unsere Beziehung beeinflussen kann

  • Die erste Person kommt aus ärmlichen Verhältnissen und hat sich hochgearbeitet. Daher hat besagte Person auch gelernt, jeden Cent genaustens umzudrehen, bevor sie eine Kaufentscheidung/Investition (auch in einen Menschen) trifft. Aufgrund dieser Vorsicht wirkt die Person von Außen oft geizig.
  • Die nächste Person besitzt einen nicht so gut bezahlten Job und muss daher unfassbar viel sparen und kalkulieren, um sich überhaupt mal etwas außerhalb des Möglichkeitenrahmens leisten zu können. Dies sorgt dafür, dass jede größere Ausgabe vorher gut geplant werden muss. Dies hat dazu geführt, dass die Freunde von dieser Person das ständige „Ich muss erst schauen, ob ich das geldlich hinkriege“ nicht mehr hören konnten und gar nicht mehr bzgl. Ausflügen und dergleichen befragt haben. Man wurde zur Spaßbremse degradiert.
  • Eine dritte Person wiederum besitzt einen überaus gut bezahlten Job und könnte eigentlich eine Großfamilie komplett alleine finanzieren. Allerdings sieht besagt Person überhaupt nicht ein, auch nur einen Cent aus seiner alleinigen, hart verdienten Arbeit abzugeben. Nicht einmal an den Ehepartner oder die eigenen Kinder.
  • Die vierte Person, kommt vielleicht aus reichen Familienverhältnissen oder besitzt einen soliden Job und interessiert sich ein Dreck dafür, wie viel Geld er ausgibt, weil Geld einfach immer irgendwie da ist. Deshalb ist Geld für ihn auch kein Streitthema. Weder bei Freunden, denen er immer mal wieder aushilft, noch in Beziehungen. Die Person ist sogar so freundlich und so offen mit dem Thema Geld, dass sie allerdings manchmal auch nicht merkt, wie sie genau wegen diesem Faktor ausgenutzt wird.
  • Und die fünfte und letzte Person besitzt entweder gar keinen Job und muss neben ständigen Amtsgängen jeden Cent umdrehen und jedes Sparangebot nutzen, um überhaupt monatlich über die Runden zu kommen. So etwas wie spontan mal ins Kino gehen, ist da so gut wie gar nicht drinnen. Über die damit verbundene Scham, vom Staat abhängig zu sein, plus den Ruf, den man damit weg hat, muss man hier gar nicht erst erwähnen.

Es ist fast schon gruselig, wenn man plötzlich bedenkt, wie das Ausgeben von Geld nicht nur uns, sondern auch unsere Persönlichkeit von Außen beeinflusst. Selbst wenn wir gar nichts dafür können (z.B. Im Fall von einem krankheitsbedingten Ausschluss aus der Arbeitswelt) bilden sich die Leute über uns eine Meinung, der es schlecht zu entkommen wird. Ganz zu schweigen von all dem Denken, den dies auf unseren Partner oder unsere Familie zurückwerfen könnte, aber dies ist ja nur die Spitze des viel zu tiefen Eisberges.

Denn die wahren Probleme im Umgang mit Geld, auch wenn sie ihre Wurzeln außerhalb unseres Haushaltes schlagen, liegen immer noch in uns selbst und wie wir Geld sehen und damit umgehen. Um daher viele Problematiken diesbezüglich zu klären, gerade wenn die geldliche Lage etwas spezieller ist, sollten vorher einige Dinge geklärt werden. Darunter zum Beispiel auch, wie wir Geld sehen und was es für uns an Bedeutung hat (wie in den eben genannten Beispielen).

Gerade weil Schulden die Beziehung belasten oder allgemeine Beziehungsprobleme aufgrund von Geldsorgen entstehen, ist es wichtig, diese Dinge vor dem Zusammenziehen anzusprechen. Am besten sogar noch während der Anfangszeit der Beziehung selbst. Denn wer möchte schon mit dem genau entgegengesetzten Part dessen zusammen sein, wie man sich selbst gerne verhält?

Gegensätze im Umgang mit Geld – entstehen dadurch nicht unnötig Geldsorgen

Hat man wirklich Lust, mit jemanden zusammen zu sein, der eher geiziger Natur ist und man selbst besitzt eher das kleinere Einkommen? Da wäre eine finanzielle Abhängigkeit mit ständigen Reibereien bereits vorprogrammiert. Gerade bei solchen extremen Gegensätzen, die aber auch durchaus anziehend sein können, sollte man klar kommunizieren, wie man mit dem Thema Geld umgehen möchte, bevor es zu Geldsorgen in der Beziehung kommt. Oder im schlimmsten Fall zu einer Trennung wegen Geld.

Reden ist, wie so oft, der Schlüssel, genau diese Dinge herauszufinden und für sich abzuwägen, ob man sich wirklich auf so jemanden einlassen möchte. Natürlich sollte jede Liebe stärker sein als ein paar bedruckte Scheine und digitale Zahlen, dennoch haben genau diese Zahlen eine Wirkung auf einige Menschen, die uns in unseren eigenen Grundsätzen und Wertvorstellung komplett erschüttern können. So sehr sogar, dass wir uns im Nachhinein fragen, mit wem wir uns da überhaupt eingelassen haben? Daher sollten wir uns selbst dringend fragen: „Komm ich mit der Ansicht meines Partners bezüglich Geld wirklich klar?“

Auch sollte man nicht vergessen, dass ein klärendes Gespräch über die zukünftige Finanzplanung hier Abhilfe schaffen kann. So unangenehm das Thema Geld auch sein kann, es für das gemeinsame Zusammenleben (nicht für die Liebe an sich) unabdinglich. Und wenn dann wirklich der Plan des Zusammenziehens steht, sollten man sich nochmal gründlich reflektieren, ob man mit dem geeinigten Modell auch wirklich klarkommen wird. Immerhin ist es nicht selten, dass wir voller Euphorie auf den Schritt zum gemeinsamen Leben schauen und dabei den Realismus und unsere persönlichen Grenzen dabei komplett vergessen.

5 Fragen um das Thema Geld, die man sich stellen sollte, bevor man mit dem Partner zusammenzieht

  • „Schaffe ich es den Anforderungen meines Partners bezüglich seiner Geldvorstellung gerecht zu werden? (Wie realistisch ist unser Modell?)“
  • „Was wünsche ich mir eigentlich für Reglungen diesbezüglich in einer Beziehung? (Werden meine Wünsche auch angehört/erfüllt?)“
  • „Wie viel Geld habe ich für mich selbst noch übrig, wenn wir das zusammen durchziehen?“
  • „Entspricht dieses Modell auch wirklich meinem Gedanken von Fairness? (Fühle ich mich fair behandelt?)“
  • „Wie sehr sind meine Vorschläge/Ideale/Ideen/Wünsche/Ansichten in unserem Modell vertreten? (Hatte ich hier wirklich ein Mitspracherecht?)“

So gemein dies auch klingen mag, aber Geld bleibt immer noch Geld. Und gerade wenn ihr etwas mehr davon besitzt oder euch als sehr loyal und aufopfernd erweist, ist es nicht selten, dass Menschen genau dies ausnutzen werden. Daher ist es umso wichtiger, sich diese eben genannten Fragen zu stellen, damit man euch ja keine Wörter in den Mund legt und euch zu etwas überredet, dass ihr gar nicht wollt. Das Ausnutzungspotenzial ist beim Thema Geld am allerhöchsten! Sich nicht fair behandelt zu fühlen kann genauso zu Beziehungsproblemen wegen Geld führen.

Und es gibt immer wieder Menschen, die alles tun würden, um an Geld zu kommen. Vor allem, wenn sie dafür keinen Finger krümmen müssen. Geht also nicht blind vor Liebe einfach jeden Kompromiss ein, sondern überlegt euch vorher, wie ihr mit eurem eigenen und dem zusammengelegten Geld umgehen möchtet. Wie gesagt, es zählt dabei nicht einmal, ob ihr ein großes Vermögen habt. Es reicht schon, wenn ihr einen gewissen Charakter besitzt, der sich in den Augen mancher leicht zu manipulieren lässt.

Wenn es also keine Auffälligkeiten gab und ihr immer noch zusammenziehen wollt, während ihr nebenbei sogar eine finanzielle Einigung gefunden habt, mit dem ihr beide d’accord geht, dann könnt ihr endlich zusammenziehen und es sollte eigentlich nichts mehr schiefgehen! Richtig? Falsch! Denn selbst wenn ihr genaustens plant und alles Mögliche berücksichtigt, so darf man nicht vergessen, dass das Leben voller Überraschungen steckt und diese werden sich auch auf eurem Geldbeutel auswirken.

Ein guter Finanzplan schützt dennoch nicht vor Beziehungsproblemen wegen Geld

Nur weil ihr also einen gut ausgedachten Finanzplan habt (den es in jeder Beziehung geben sollte), heißt das noch lange nicht, dass es keine Ausnahmen für diesen geben wird. Selbst die best geplanten Dinge können durch Unvorhergesehenes oder durch Misskalkulationen komplett über den Haufen geworfen werden. Das ist umso mehr ein Grund, weshalb ein Finanzgrundgerüst da sein sollte. Denn an diesem könnt ihr euch, auch wenn es mal zu Problemen kommen sollte, nach einer Niederlage wieder systematisch hochhangeln.

Es ist quasi euer Grundbaustein im Thema Finanzen, der euch zwar nicht jede Diskussion ersparen wird, aber sicherlich einige mehr im Gegensatz zu den Leuten, die gar keinen besitzen. Ganz abgesehen davon, dass euer Finanzplan auch stets angepasst werden sollte, wenn sich entweder äußerliche Gegebenheiten verändern oder es Kritik aus den eigenen Reihen geben sollte. Und Kritik wird es abhängig von eurer Situation und wie ihr euch gegenseitig zueinander verhaltet, eine Menge geben, womit wir direkt zu unserem nächsten Thema kommen.

Weshalb kommt es immer wieder zu Beziehungsproblemen wegen Geld? Was sorgt für Geldsorgen in der Beziehung?

Gründe gibt es sicherlich viele, aber der wohl Wichtigste ist der, den wir auch bereits schon angeschnitten haben, und zwar Fairness. Es gibt diese gewissen Momente in der Beziehung, bei denen man, egal was man vorher vielleicht mal ausgemacht hat, sich einfach unfair behandelt fühlt, egal wie fair einem das vorher verhandelte Finanzprinzip auch vorkam. So sehr wir dem Geld auch thematisch nachjagen, umso mehr muss auch gesagt werden, dass es oft nicht um die mit Zahlen bedruckten Papierscheine selber geht, sondern um die Handlung dahinter, die das Ausgeben von Geld symbolisiert. Und diese hat eine Menge mit Fairness und vor allem mit Wertschätzung zu tun.

So sehr sogar, das Geld zum Beziehungskiller Nummer 1 aufgestiegen ist. Angeblich soll das Thema Geld die Wahrscheinlichkeit einer Trennung sogar um ganze 70 % steigern! Mehr als ein guter Grund, sich einmal anzuschauen, weshalb Streitereien ums grüne Gold entstehen. Auch, um sich selbst einmal zu reflektieren, wie sehr man eigentlich selbst in diese Sparten fällt oder schon einmal gefallen ist

9 Gründe, warum es Beziehungsprobleme wegen Geld gibt

Plötzlicher Jobverlust:

Einer von euch (im schlimmsten Fall der Hauptverdiener) verliert seinen Job und damit auch die Haupteinnahmequelle. Es muss schnell eine  Lösung her, alle stehen unter Stress, Geldsorgen machen sich breit und eventuell muss man Kürzungen machen, wo eigentlich keine gemacht  werden sollen. Angespannter geht es wohl kaum.

Geldwetten

Spielsucht sollte alles andere als unterschätzt werden! Menschen, die nicht davor zurückschrecken, ihr hart verdientes Geld auch mal zu verwetten, spielen bei einem dauerhaften Risikoeinsatz mit dem Feuer. (Und mit dem Geld, dass eigentlich in den Haushalt/Beziehung hätte  fließen sollen.)

Hausarbeit

Hausarbeit ist Arbeit. Darüber sollte es keine Diskussionen mehr geben. Worüber es aber Diskussionen gibt, ist, ob genau diese Arbeit verrechnet werden sollte? Macht der eine die meiste Hausarbeit, ist es  dann in Ordnung, wenn er weniger Geld dazu gibt? Wer genau kümmert sich eigentlich um die Kosten für die Hausarbeit? Eigentlich ist dies ja  ein Problem, dass beide betrifft, also sollte man deshalb ein gemeinsames Konto machen? Abwechseln ist auch eine Alternative, nur könnte dies in geburtstagsreichen oder feierlichen Monaten ziemlich unfair werden. Wie regelt man das denn jetzt am besten?

Meistverdiener/Geld schulden

Etwas, was es bis heute leider noch in Beziehungen gibt. Die, die mehr Geld verdienen oder dem Partner notgedrungen Geld geliehen haben (was an sich auch noch einmal ein heikles Thema ist) verlangen plötzlich zusätzliches Mangagement/Leistungen in der Beziehung, weil sie ja die Haupteinnahmequelle/Schuldner sind. Es ist das perfekte Beispiel, wie man die Beziehung in ein bösartiges Machtspiel verwandelt.

Geldfrust

Das nicht vorhanden sein von Geld kann den betroffenen Partner komplett frustrieren. Man kann keine großen gemeinsamen Ausflüge machen, Urlaub ist auch nicht möglich und irgendwann will man nicht einmal mehr die kleinsten und nettesten Gesten des Partners annehmen, weil man ihm nichts schuldig sein möchte. Hinzu kommt noch, dass das Selbstbild (z. B. dass man keinen großen Teil in der Beziehung/Gesellschaft leisten kann) in Mitleidenschaft gezogen werden kann, bis hin zur psychischen Belastung. (Richtig schlimm wird es hier, wenn der Partner den eh schon lädierten Partner mit seiner Mittellosigkeit triezt und ihn noch zusätzlich unter Druck setzt.)

Keine Kommunikation

Sei es das berühmte „Kannst du das nicht mal kurz erledigen? Du verdienst doch eh mehr als ich!“ oder das typische „Was? Ich dachte, du übernimmst das“. Wenn in Beziehungen nicht kommuniziert wird, wer was an Kosten übernimmt oder weil man mehr Geld verdient ungefragt in die Zahlungsverantwortung gezogen wird, kann dies mit Leichtigkeit für Ärger sorgen! Und dies sind nur zwei Beispiele, bei denen die Nicht-Kommunikation über Geld und die Verantwortung  darüber komplett nach hinten losgehen kann.

Kein Umgang mit Geld/Schulden haben

Wenn einer von euch in der Beziehung nicht mit Geld umgehen kann, kommen schnell Schulden auf und. Diese Schulden belasten die Beziehung, ab einem gewissen Punkt und können zum kompletten Scheitern führen. Der einzige Weg aus diesem Chaos liegt entweder darin zu lernen Verantwortung zu übernehmen und sich um die Geldkontrolle zu bemühen oder der gemeinsame Weg zum Schuldenberater.

Kein Geld in Kinder/Beziehung stecken (Geiz)

Mal ein nettes Dinner spendieren oder für die Kinder neue Klamotten kaufen? Für einige Elternteile ist dies ein Graus, gerade wenn sie nicht diejenigen sind, die sich hauptsächlich mit diesen Thematiken beschäftigen. Wozu Geld für ein Essen ausgeben, wenn man auch zu Hause etwas kochen kann? Warum in den Urlaub fliegen? Und wieso braucht der Sohn schon wieder ein neues T-Shirt, wenn man ihm doch  erst letzten Monat komplett neue Anziehsachen besorgt hat? Und was soll das mit dem Schulausflug? Muss das sein?  Geiz ist alles andere als sexy, da sind sich viele Menschen weltweit einig. Gerade, wenn es um die Beziehung oder die eigenen Kinder geht, sollte hier viel Spielraum nach oben sein, vor allem weil das ungefragte Geldausgeben für jemanden, den man liebt, auch mit viel Wertschätzung zu tun hat. Ganz abgesehen davon, dass man sich auch um Familie und Kinder kümmern muss. Wer hier also bei wichtigen Ausgaben geizt, braucht sich über die kommenden Streitereien auch nicht wundern.

Wer zahlt wie viel?

Vielleicht war dies schon von Anfang an ein Problemthema bei euch, dass ihr nie wirklich gelöst habt oder eure geldlichen Verhältnisse haben sich verändert, sodass es immer wieder zu solchen Diskussionen kommt. Was immer auch der Grund sein mag, er sollte unter allen Umständen für beide Parteien kompromissbasierend geklärt  werden, da auf seinen Wurzeln der Stoff für alle anderen Streitthemen entsteht, die auch nur annähernd etwas mit dem Thema Geld zu tun haben werden.

Was fair ist, müsst ihr miteinander ausmachen

Diese und noch viele andere situationsabhängige Themen, wie zum Beispiel die Kostenübernahme bei Firmeninsolvenz, Pflege von Angehörigen, das Erstellen eines gemeinsamen Kontos/Ehevertrag, die Reparatur von haushaltswichtigen Geräten oder dem Auto und vielem mehr stehen im Raum, wenn es um Beziehungsstreitereien geht, die sich ums Thema Geld drehen. So kann es in jeder Beziehung, egal wie gut das finanzielle System auch geregelt ist, plötzlich zu Beziehungsproblemen wegen Geld kommen. Auch ist es wichtig zu verstehen, dass hinter den Gedanken von Geldeinsatz in der Beziehung sehr viel Fairness steckt. Abhängig davon, was ihr unter fair versteht und was ihr in einer Beziehung erwartet, sollte dringend geklärt werden, was ihr euch in der Beziehung wünscht.

Ist es fair, dass ihr, obwohl ihr weniger verdient, genauso viel bezahlt? Ist es fair, nur weil euer Partner mehr verdient, dass er auch mehr zahlt? Mehr als über das Geld selbst zu reden, solltet ihr darüber reden, was ihr als fair anseht und was ihr als Ausgleich tun könnt, damit es so gut es geht ausbalanciert für eure beiden Parteien bleibt. Und selbst wenn es mal zu Diskussionen kommen sollte, darf nicht vergessen werden, dass ihr, trotz allem, immer noch am selben Strang zieht. Ihr beide finanziert bewusst eure Beziehung und euer gemeinsames Zusammenleben. Und manchmal ist es einfach besser, wenn ihr auch nur genau das in den Vordergrund stellt.

Euch beide und eure Beziehung. Anstatt Cent-zählend und mahnend vor eurem Gegenüber zu sitzen, solltet ihr nicht vergessen, dass ihr all diese Strapazen auf euch nehmt, damit ihr überhaupt zusammen sein könnt. Vergesst also euren Geldfrust auch manchmal und legt euch etwas zurück und holt das zurück in den Fokus, was auch wirklich wichtig ist. Ladet euren Partner ein, übernehmt ungefragt die Rechnung, wenn ihr die Kapazitäten habt oder schenkt eurem Partner eine Kleinigkeit und lasst diese dämlichen, mit Zahlen bedruckten Papierscheine, die eh schon viel zu viel Kontrolle über euer Leben haben, einfach mal genau das sein, was sie nämlich in Wirklichkeit sind: Papierscheine.

5 anhaltende Tipps gegen Geldsorgen

Denkt über ein Drei Konten Modell nach

Um einen besseren Überblick zu haben, was ihr zusammen zur Verfügung habt, hilft ein gemeinsames Konto. Wenn beide gerne unabhängig bleiben wollen, hilft es, dass jeder sein eigenes Konto behält und zugleich ein gemeinsames Konto eröffnet wird. Auf dieses Konto kann dann jeder seinen Anteil überweisen um den Wocheinkauf, die Miete und weiteres zu begleichen.

Sprecht offen über eure Finanzen

Wenn es um das Thema Geld hat jeder seine eigene Meinung. Dem einen bedeutet Geld und es ausgeben zu können alles. Der andere hat kein Interesse an Geld und nutzt es nur, damit er über die Runden kommt. Damit ihr genau wisst, mit welcher Einstellung ihr es gegenseitig zu tun habt, ist es wichtig, dass ihr das Thema Geld recht früh am Anfang eurer Beziehung geklärt habt. Auch wenn sich in eurer Beziehung die Geldansichten ändern, solltet ihr das eurem Partner mitteilen.

Verschafft euch ein nettes Pölsterchen

Auf einer gepolsterten Couch lässt es sich doch gleich gemütlicher liegen. Genauso ist es auch mit dem lieben Geld. Spart euch zusammen eine gewissen Menge an und haltet sie in der Hinterhand. Wenn euch plötzlich etwas kaputt geht oder euer nächster Urlaub etwas teurer ausfallen soll, dann könnt ihr darauf zurückgreifen und seit wesentlich entspannter, als wenn immer alles aus dem Laufenden bezahlt werden muss. Außerdem schafft so ein Polster Sicherheit und es schweißt zusammen, wenn man auch etwas gemeinsam sparen kann.

Schafft einen monatlichen Betrag, der jedem frei zusteht

Ob ihr es nun Taschengeld nennen wollt oder wie auch immer, schafft euch einen finanziellen Freiraum. Klärt untereinander, welchen Betrag jeder von euch ohne große Absprache für sich selbst ausgeben darf, um sich eine Kleinigkeit zu gönnen. Sei es, dass der eine Partner gerne den Kaffee vom Bäcker am morgen mitnimmt oder dass der andere sich mal ein Buch zwischendurch kaufen möchte. So muss nicht jeder über jeden Euro Rechenschaft ablegen, aber die Ausgaben sind dennoch auf dem Schirm und eingeplant. Und wenn ihr dieses Geld nicht ausgebt, könnt ihr es ja immer noch sparen.

Macht einen Finanzplant und behaltet den Überblick

Es ist hilfreich, sich eine Tabelle zu erstellen und alle Einnahmen und Ausgaben aufzulisten. So kann es nicht passieren, dass am Ende des Monats das Konto leer ist, aber noch Rechnungen anstehen. Klärt ebenso, wer von euch darauf ein Auge haben sollte. Es lohnt sich, dass beide Partner Zugriff auf die Tabelle haben, aber dass einer verstärkt ein Auge auf die Ausgaben wirft. Natürlich geht das nur, wenn auch beide sich daran halten und alle Ausgaben eingetragen werden.

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