Wie man in der Beziehung Dankbarkeit zeigen kann

Es gibt nichts Schöneres, als nach einem anstrengenden Tag eine helfende Hand gereicht zu bekommen.

So wie das Lächeln eines fremden Menschen, während man im Supermarkt einkaufen geht, einen wie aus dem Nichts beflügeln kann, so kann auch das Lächeln eines geliebten Menschen die Stimmung von einem Moment auf den Nächsten ins Positive steigern.

Dies kann schon einmal den ganzen Tag, der vorher vielleicht schlechter Natur war, um 180 Grad drehen. Dies alleine beflügelt den Geist und zeigt Dankbarkeit, Zuneigung oder simple Positivität dem Gegenüber, dem man ein Lächeln schenkt.

Dankbarkeit ist wichtig

Aber manchmal ist ein simples Lächeln nicht genug. Auch ein ‘Danke’ kann manchmal nicht das Umfassen, was es ausdrücken soll. Das Gefühl ist viel größer als das Wort, dass es repräsentiert. Manchmal widerfährt einem auch so etwas so Wundervolles, dass man gar nicht weiß, wie man sich bedanken soll oder man bekommt das Gefühl, es überhaupt nicht wiedergutmachen zu können.

Dankbarkeit zeigen ist sehr wichtig in unserer Gesellschaft. Wir benutzen ‘Dankbarkeit’, um uns erkenntlich zu zeigen. Um zu sagen ‘Ich, habe es vernommen und möchte meinen Dank zum Ausdruck bringen’. Es ist eine aufrichtige Botschaft, die sich zielsicher an die Person wendet, die bei uns das Gefühl der ‘Dankbarkeit’ hervorgerufen hat. Es gibt kaum persönlichere Nachrichten in der zwischenmenschlichen Kommunikation als sich das ‘Erkenntlichzeigen’.

Und genau deshalb ist die Geste der ‘Dankbarkeit’ auch so wichtig. Dabei zählt vielleicht nicht einmal unbedingt, wie wir diese Geste zeigen, z. B. durch ein Geschenk oder nur durch Worte, sondern das wir sie überhaupt äußern. Um so trauriger ist es, wenn man bedenkt, dass wir ‘Danke sagen’, gerade bei den Personen, die wir lieben, viel zu selten machen.

Dankbarkeit ist wichtig, um dem Gegenüber seine Wertschätzung zu zeigen. Es bedeutet: ‘Danke, dass du das für mich getan hast. Ich habe es wahrgenommen und weiß es zu schätzen.’ Und gerade in einer Beziehung ist ‘Danke sagen’ umso wichtiger.

Ein Danke geht oft unter

Gerade im Eifer des Alltages, wo die Gefühle und kleinen Gesten gerne der harschen Realität des Überlebens weichen, werden Worte wie ‘Bitte’ und ‘Danke’ schnell vergessen. An sich, eine traurige, aber dennoch ertragbare Vorstellung. Jeder vergisst in der Hektik des Gefechts das hart erzieherisch antrainierte ‘Bitte’ oder ‘Danke’.

Meist folgt darauf keine sofortige Kündigung der Freundschaft oder der Beziehung. Jeder macht mal Fehler. Wenn euch dies allerdings bei einer sehr großen Geste passiert oder dies öfter vorkommt, kann gerade das Fehlen eines ‘Dankeschöns’ nicht nur unangenehm auffallen, sondern auch Probleme in der Beziehungsdynamik hervorrufen.

Aber warum vergessen wir es, so oft ‘Danke’ zu sagen? Einer der Gründe ist die Selbstverständlichkeit des Alltags. Ein weiser Spruch aus dem asiatischen Bereich sagte schon: ‘Je näher du jemanden kommst, umso schwerer wird es, seinen Wert noch zu erkennen’. Und genau das ist auch eines der Kernprobleme in Beziehungen allgemein.

Oft sitzt man da und denkt: ‘Ach! Mein Partner weiß doch, dass ich das zu schätzen weiß! Warum es sagen?’ Manchmal passiert es auch, dass wir es schlicht oder einfach vergessen oder denken, wir hätten es bereits gesagt. Noch schlimmer kann es werden, wenn wir planen, uns das ‘Danke’ aufzusparen. Für ein Event oder ein Geschenk, dass ebenfalls in der Hektik des Alltags untergehen könnte. Fatal, vor allem wenn dies vorher offen kommuniziert wurde.

Manchmal wollen wir auch schlicht und einfach auch keine Dankbarkeit zeigen. Sei es, weil es vorher einen Streit gab und wir das Gefühl haben, dass dies ein erzwungener Akt der Dankbarkeit ist oder weil wir unsicher sind, ob das ‘Danke sagen’ in einer komplizierten Situation überhaupt eine gute Idee ist. Manche sind sogar der Meinung, dass sich zu bedanken überhaupt nicht nötig ist. Bei niemanden, egal weswegen.

Danke sagen ist gesellschaftlich verankert

Was immer auch euer persönlicher Grund ist, nicht ‘Danke’ zu sagen oder es zu vergessen, lasst euch versichern, dass es absolut unabdinglich ist, sich bei egal wem zu bedanken. Sich zu bedanken ist nämlich nicht nur ein Konzept des eigenen Egostreichelns, sondern es ist bereits fest in unserem gesellschaftlichen- und wirtschaftlichen System verankert.

Sei es bei der Medizin, wo weltweit zusammen auf Forschungen der jeweils anderen gebaut wird und man sich durch gegenseitigen Dank und Erwähnung immer wieder den Spielball der Aufmerksamkeit und der Wertschätzung zuspielt, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Oder sei es in der Berichterstattung, wo es unverzichtbar geworden ist, bei der Verwendung von Zitaten, Bildern oder Artikeln sich zu bedanken und die original Autoren/Schaffer zu verlinken/erwähnen. Hier kann das ‘nicht bedanken’ sogar gesetzliche Konsequenzen mit sich ziehen.

Auch wenn das Prinzip der Dankbarkeit oft belächelt, ignoriert und vergessen wird oder viele Zungen behaupten, dass jeder, der etwas Gutes tut, auch immer einen Eigennutz im Hinterkopf hat, bleibt das Ergebnis dasselbe. Sich zu bedanken ist wichtig.

Gerade im Fall einer Beziehung kann der Gedankengang, dass der Partner bereits automatisch wissen sollte, dass man ihm dankbar ist, sich als fataler Fehler entpuppen. Denn das Fehlen von ein paar Dankbarkeitsgesten, besonders während Streitereien oder schweren Zeiten, kann schlimme Folgen haben. Vor allem, wenn dies mehrfach passiert.

Der Partner könnte anfangen zu denken, dass man ihn und seine Aktionen für selbstverständlich nimmt. Ein Gedankengang, der definitiv durch die Wertschätzung einer kleinen ‘Dankbarkeit’ entgegengesteuert werden sollte. Immerhin passiert es nicht selten, dass ein Partner sich trennt, weil er sich nicht wertgeschätzt fühlt.

Danke nicht aufschieben

Ein gutes Beispiel sind hierfür die Partner in einer Beziehung, die hauptsächlich für die Haushaltsarbeit oder Kindererziehung zuständig sind. Genauso wenig sollte man ein ‘Danke’ aufschieben. Sagt es sofort.

Auch wenn ihr es pompös gestalten wollt mit einem Geschenk oder ein Ausflug, schadet es nicht, dass ihr es bereits schon vorher sagt und nicht bis Tag X wartet, während euer Partner sich Gedanken macht, ob ihr seine Tat/Worte überhaupt wahrgenommen habt. Und wenn ihr ein ‘Dankeschön’ offiziell zu einem Event macht, seid euch sicher, dass ihr es auch einhalten könnt.

Denn auch das Vergessen solcher Taten kann dem Gefühl der ‘nicht Wertschätzung’ weiter in die Hände spielen. Der Partner erhält das Gefühl, das, was man er für euch getan hat, anscheinend ja nicht wichtig genug sei, dass man sich an das Versprechen halten müsse.

Und wenn ihr euch mal unsicher seid, ob ein ‘Danke’ angebracht ist oder nicht, seid versichert, dass es meist trotzdem die bessere Variante ist, wenn ihr euch bedankt. Gerade wenn ihr euch streitet, kann das Wort ‘Danke’ die Erlösung eures Streites sein. Besonders wenn sich euer Streit um das Thema ‘Wertschätzung’ dreht. Und wenn ihr das Gefühl habt, dass ein ‘Danke’ in der jetzigen Situation nicht angebracht ist, tut es trotzdem. Auch hier kann das Wort alleine als Deeskalationsmethode benutzt werden, um die Situation zu entschärfen.

Natürlich muss es auch passen und euer Partner muss etwas für euch getan haben, bei dem ihr euch bedanken könnt. Es muss eine Bedeutung und Ehrlichkeit dahinterstecken. Habt keine Angst davor, euch zu bedanken. Manchmal kann sich ‘bedanken’ so anfühlen, als wenn man den Streit, das Argument oder die Diskussion ‘verloren’ hat. Manchmal hatte der andere Partner vielleicht mit etwas recht oder man hat das Gefühl, sich durch Dankbarkeit als minderwertig darzustellen oder sich dem Partner unterordnen zu müssen.

Diese Denkweise ist etwas, was ihr dringend abstellen solltet, findet ihr euch in diesen Beschreibungen wieder. Denn bei ‘Dankbarkeit’ geht es nicht darum, wer gewinnt oder verliert, es geht nicht einmal um euch, es geht darum, dem Partner den Respekt und die Wertschätzung zu zeigen, die er verdient. Es gibt keine Ausrede, nicht einmal den eigenen Stolz, um dies nicht zu tun.

Überwindet euch auch in den verkorkstesten Situationen und ihr werdet sehen, dass eure bessere Hälfte den Akt der Dankbarkeit wertschätzen wird. Denkt daran, jedes ‘Dankeschön’, kann den Tag eures Liebsten oder eurer Liebsten versüßen. Hängt euch nicht im Kopf zu lange mit dem Prozess auf und tut es einfach!

Denn was gibt es Schöneres, als eurem Partner zu zeigen, wie sehr ihr ihn liebt und nebenbei noch seine Laune zu steigern?

So könnt ihr eure Dankbarkeit zeigen

  • Mit Worten:

Ganz klassisch, vielleicht aber auch mit einem Liedtext, einem Gedicht, einer Ansprache oder irgendetwas, von dem ihr wisst, dass euer Partner sich darüber freuen würde

  • Mit einem Geschenk:

Das kann etwas Simples sein oder gleich ein ganzes Abenteuerpaket beinhalten! Plane einen Tag oder eine Wochenendreise für euch, reserviere einen Platz in einem Restaurant, spendiere einen Besuch ins Kino, plane einen romantischen Abend für euch oder schenke deinem Partner etwas, worüber du dir zu 100 % sicher bist, dass er sich darüber alleine oder mit dir freuen wird (z. B. einen Gutschein zum Shoppen)

  • Überwindet euch:

Gab es schon immer etwas, was euer Partner gerne machen wollte, aber ihr nicht? Das wäre die perfekte Gelegenheit, sich einmal zu überwinden, um euren Partner einen sonst verwehrten Wunsch zu erfüllen. Der Ausdruck der Dankbarkeit ist euch da sicher!

Zum Schluss noch ein kleiner Abschluss:

Obwohl ‘Dankbarkeit’ zeigen wichtig ist, darf man nicht vergessen, dass es auch ein Prinzip ist, wie jedes andere, dass missbraucht werden kann. Ihr solltet also nicht in eine Erwartungshaltung gehen und ständig wegen jeder Kleinigkeit ein Danke erwarten oder gar euch gezwungen fühlen, wegen jeder Kleinigkeit ein Danke auszusprechen.

Auch wenn ‘Dankbarkeit’ wichtig ist, bezweckt das dauerhafte Einfordern dessen genau das Gegenteil. Man fühlt sich wertlos, da man sich ständig bedanken muss und bekommt das Gefühl, selbst nichts auf die Reihe zu bekommen oder das man vom anderen abhängig ist. Ein ‘Danke’ für andere ist zwar wichtig, aber manchmal ist es noch wichtiger, euch selbst zu danken und stolz auf euch zu sein, dass ihr genau da seid, wo ihr jetzt steht.

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